Samstag. Tag vor dem 4. Advent

Heute ist der Gründungstag meines Blogs.

Habe ihn spontan angemeldet. Er soll als mein Zuhörer gelten, das ist jedenfalls der Plan.

Damit ich alle meine Aggressionen hier rauslassen kann.

Damit ich mich getröstet fühle.

Damit keiner daran Schaden nimmt, was ich denke.

 

Dazu bewogen haben mich, wie so oft, meine familiären Probleme. Das Schlimme ist, dass es keinen Ausweg gibt; ich sehe keinen. Ich könnte Schritte einleiten, aber bin ich eine Erwachsene?

Bin ich diejenige, die schon über mein Leben entscheiden muss?

Ist es wirklich meine Pflicht, die richtigen Entscheidungen für meine Eltern zu treffen, nur weil sie es selber nicht schaffen? Das hört sich nun bestimmt sehr hart an.

Dass es so doch nicht sein könne heutzutage.

Dass ich übertreibe.

In Wahrheit gibt es viel zu viele Leute, die so viel erleiden, keine Hilfe bekommen, nicht wissen was zu tun ist. Das ganze Gerede von wegen Sozialstaat und Hilfen ist schön und gut.

Nur sitzen die Probleme tiefer. Denn diese Ämter kommen schon mit den vorhandenen Leuten nicht klar, es sind zu viele.

Was ist mit den anderen 75%, die so weit gar nicht erst gehen? Tja, selber Schuld, würden so manche sagen. Sie haben sogar recht.

Aber wieso trauen sich diese Leute nicht?

Sind es nicht  die Auswirkungen dieser Gesellschaft? Dieser Erziehung? Dieser sich viel zu schnell drehenden Welt?

Daran denkt keiner. Natürlich wäre es zu teuer, dagegen etwas unternehmen zu lassen. Selbst der Gedanke wäre verräterisch Vielleicht gibt es einen derartigen Funken bei Leuten. Nur wird er nie ausgesprochen werden: Die Fassade wird nämlich sowieso so schön bleiben wie noch nie.

Hier sitze ich, in meiner kleinen, dunklen Welt, mit Tüchern auf dem Schoß und Salz auf dem Gesicht.

Die Welt dreht sich. Es geht weiter. In die nächste Runde.

 

 

 

17.12.11 20:49

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